Was sich in SEO, GEO und Markenaufbau gerade bewegt – kompakt eingeordnet, mit Quelle.
Oktober 2026
Gemini kennzeichnet ausgehende Links mit UTM-Parametern
Google versieht Links aus dem KI-Assistenten seit Ende September mit UTM-Parametern – damit taucht Gemini erstmals als eigene Traffic-Quelle in der Webanalyse auf.
Google versieht ausgehende Links aus Gemini seit Ende September 2026 mit UTM-Parametern. Damit lassen sich Besuche aus dem KI-Assistenten in der Webanalyse als eigene Quelle erkennen. Eine offizielle Ankündigung gibt es nicht. Nutzer haben die Änderung auf Reddit entdeckt, John Mueller von Google hat sie dort bestätigt.
Bisher ging ein grosser Teil dieser Besuche in der Statistik unter. Vor allem aus Apps wird die Herkunft oft nicht übermittelt, die Besuche landen dann unter "Direkt". Laut dem Bericht kommt die Herkunftsangabe aus der mobilen App nur in rund 9 Prozent der Fälle an. Ein UTM-Parameter steht dagegen in der Adresse selbst und bleibt erhalten.
Parallel testet Google Tracking-Parameter an Links in AI Overviews und im AI Mode. Damit liessen sich Klicks aus KI-Antworten von Klicks aus den klassischen Suchergebnissen unterscheiden.
Für Unternehmen lohnt sich ein Blick in die eigene Webanalyse: Taucht Gemini dort als Quelle auf, lässt sich erstmals beziffern, wie viele Besucher über KI-Antworten kommen.
Quelle: Search Engine Journal, Oktober 2026
Oktober 2026
AI Overviews erscheinen jetzt bei den meisten Markensuchen
Google zeigt KI-Zusammenfassungen inzwischen bei über 80 Prozent aller Markensuchen. Was bisher sicheres Terrain war, ist jetzt umkämpft.
Google zeigt AI Overviews inzwischen bei der Mehrheit der Suchanfragen nach Markennamen. Der Analyseanbieter DemandSphere hat im September 2026 einen Anstieg von rund 26 auf über 80 Prozent der beobachteten Markensuchen gemessen. Der Höchstwert lag am 27. September bei 90,48 Prozent. Ein zweiter Test stützt das Bild: Chris Long vom Beratungsunternehmen Nectiv fand bei 93 von 100 geprüften Grossmarken eine KI-Zusammenfassung.
Bisher galt die Markensuche als sicherer Ort: Wer den Firmennamen eingibt, landet auf der Firmenwebsite. Jetzt steht häufig ein KI-Text davor, der auch Quellen nennt, die nicht vom Unternehmen selbst stammen. Fremde Websites und Wettbewerber können so bei Markensuchen sichtbar werden.
Unternehmen sollten deshalb prüfen, was Google bei der Suche nach dem eigenen Namen zusammenfasst, ob die Angaben stimmen und auf welche Quellen sich die Antwort stützt.
Quelle: DemandSphere via Search Engine Land, Oktober 2026
Oktober 2026
Google verlangt manuellen Faktencheck für KI-Inhalte
Seit dem 1. Oktober 2026 fordert Google ausdrücklich menschliche Prüfung vor jeder Veröffentlichung KI-generierter Inhalte – inklusive Titel, Meta-Descriptions und Alt-Texte.
Google verlangt seit dem 1. Oktober 2026 ausdrücklich, dass KI-generierte Inhalte vor der Veröffentlichung manuell auf Richtigkeit und Vertrauenswürdigkeit geprüft werden. Die Vorgabe steht in der überarbeiteten Search-Central-Dokumentation und gilt für alles, was in den Suchergebnissen sichtbar werden kann: Haupttext, Titel, Meta-Descriptions, strukturierte Daten und Alt-Texte. Google begründet das mit Halluzinationen: Sprachmodelle sagen Wortfolgen vorher und rufen keine Fakten ab.
Am selben Tag hat Google seine Hinweise zu hilfreichen Inhalten ergänzt. Erfundene Autorenprofile gelten dort nun ausdrücklich als Täuschung – genannt werden KI-generierte Porträtfotos, ausgedachte Namen und falsche Qualifikationen.
Für Unternehmen heisst das: KI darf beim Schreiben helfen, die Verantwortung für den Inhalt bleibt beim Unternehmen. Wer Produkttexte, Ratgeber oder Metadaten automatisiert erzeugt, braucht einen festen Prüfschritt durch eine fachkundige Person.
Quelle: Google Search Central, Oktober 2026
Oktober 2026
Google schärft Helpful-Content-System: Marken mit dünnem Expertenprofil verlieren Sichtbarkeit
Das Oktober-Update zeigt, was sich abzeichnet: Websites, die Themen besetzen ohne nachweisbare Expertise, verlieren Positionen an Anbieter mit klar erkennbarer Markenidentität.
Google hat im Oktober 2026 ein weiteres Update des Helpful-Content-Systems ausgerollt. Im Mittelpunkt steht diesmal die Erkennbarkeit von Expertise – nicht als technisches Kriterium, sondern als Frage, ob ein Anbieter im Netz als kompetente Stimme zu einem Thema wahrgenommen wird.
Besonders betroffen sind Websites, die viele Themen mit generischen Inhalten abdecken, ohne dass ein klares Markenprofil erkennbar ist. Google prüft zunehmend, ob Inhalte von jemandem stammen, der nachweislich in einem Bereich tätig ist – erkennbar an Autorenschaft, verlinkten Profilen, Erwähnungen in anderen Quellen.
Für Unternehmen bedeutet das: Sichtbarkeit hängt nicht mehr nur von Keywords und Links ab. Wer online nicht als Marke erkennbar ist, wird von Algorithmen auch nicht als relevante Quelle eingestuft. Positionierung und Content-Strategie werden damit zu direkten SEO-Hebeln.
Quelle: Google Search Central, Oktober 2026
September 2026
Neue Studie: LLMs nennen Marken mit klarer Positionierung dreimal häufiger als generische Anbieter
Wer in KI-Antworten sichtbar sein will, braucht eine erkennbare Marke – nicht mehr Keywords. Das zeigt eine aktuelle Auswertung von 12.000 ChatGPT- und Perplexity-Antworten.
Forscher der Universität Amsterdam haben 12.000 Antworten von ChatGPT-4o und Perplexity auf kaufrelevante Fragen ausgewertet. Ergebnis: Marken, die online mit einer klaren Positionierung auftreten und in mehreren Quellen konsistent beschrieben werden, tauchen dreimal häufiger in LLM-Empfehlungen auf als Wettbewerber mit vergleichbarem Angebot aber unklarem Markenprofil.
Entscheidend ist laut Studie nicht die schiere Anzahl von Erwähnungen, sondern die Konsistenz: Unternehmen, die auf der eigenen Website, in Presseartikeln und in Branchenverzeichnissen dieselbe Kernaussage verwenden, werden von Sprachmodellen als zuverlässige Quelle eingestuft.
Das hat direkte Konsequenzen für GEO (Generative Engine Optimization): Eine starke Positionierung ist nicht mehr nur Marketing-Aufgabe, sondern Voraussetzung für Sichtbarkeit in KI-generierten Antworten.
Quelle: Universität Amsterdam, Journal of Digital Marketing, September 2026
September 2026
E-E-A-T: Google-Mitarbeiter bestätigt, dass Markenbekanntheit indirekter Ranking-Faktor ist
Ein internes Dokument und ein Statement von Gary Illyes machen deutlich: Wer als Marke bekannt ist, wird bei Google anders behandelt als anonyme Websites.
Seit dem Leak interner Google-Dokumente Anfang 2024 ist bekannt, dass Google Markenbekanntheit als Signal auswertet. Gary Illyes von Google hat auf der SearchLove-Konferenz im September 2026 nun erneut bestätigt, dass E-E-A-T (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness) nicht über einzelne Seiten, sondern über das gesamte Markenprofil einer Domain bewertet wird.
Konkret bedeutet das: Suchanfragen nach dem eigenen Markennamen, Erwähnungen ohne Link (unlinked brand mentions), Bewertungen und Einträge in vertrauenswürdigen Verzeichnissen fließen in die Bewertung einer Domain ein. Eine Marke, nach der niemand sucht, startet bei umkämpften Keywords mit Nachteil.
Für Unternehmen folgt daraus: Markenaufbau und SEO sind keine getrennten Disziplinen mehr. Wer in organischen Suchergebnissen sichtbar bleiben will, muss offline und online als erkennbare Marke wahrgenommen werden.
Quelle: SearchLove London, September 2026; Google Search Central